Maßgeschneiderte Lungenchirurgie: Wann ist die komplexe Segmentresektion der klassischen OP überlegen?
21.9.2026
Als aktiver akademischer Thoraxchirurg ist es mir ein großes Anliegen, die Behandlungsstandards bei Lungenerkrankungen kontinuierlich zu verbessern und wissenschaftlich voranzutreiben. Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) in Mainz durfte ich unsere neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema „Komplexe Segmentresektion versus Trisegmentektomie am linken Oberlappen“ präsentieren.
Im Fokus unserer klinischen Untersuchung stand die Frage, wie sich komplexe Segmentresektionen im linken Oberlappen im direkten Vergleich zur herkömmlichen Trisegmentektomie verhalten. Während letztere aufgrund ihrer vermeintlichen anatomischen Einfachheit häufig bevorzugt wird, zeigen unsere Daten, dass die thorakoskopische komplexe Segmentresektion ein sicheres und hocheffizientes Verfahren darstellt. Mithilfe moderner statistischer Analysen konnten wir nachweisen, dass die perioperativen Komplikationsraten zwischen beiden Methoden vergleichbar sind.

Der entscheidende Vorteil der komplexen Segmentresektion liegt in ihrer hervorragenden Gewebeschonung: Durch den gezielten Erhalt gesunden Lungenparenchyms wird die postoperative Lungenfunktion bestmöglich geschützt, ohne dabei onkologische Prinzipien zu kompromittieren. Dieser wissenschaftliche Erfolg bekräftigt mich in meiner täglichen Arbeit, Patientinnen und Patienten stets modernste, minimal-invasive und gewebeschonende Operationsmethoden auf höchstem akademischen Niveau anzubieten.

