Besser atmen trotz überblähter Lunge – moderne Behandlungsmöglichkeiten
2025-10-27
Bei manchen Betroffenen kann eine sogenannte Ventilimplantation helfen. Dabei werden über ein Bronchoskop kleine Einwegventile in die Atemwege eingesetzt. Diese lassen Luft nur in eine Richtung entweichen, sodass der betroffene Teil der Lunge in sich zusammenfällt und die übrigen Lappen wieder mehr Raum bekommen. Das Verfahren ist minimal-invasiv, also ohne Operation, und kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten eine gute Linderung bringen.
Allerdings eignet sich die Ventiltherapie nur, wenn die Lungenlappen vollständig voneinander getrennt sind. Zudem lässt sich nicht immer vorhersagen, wie stark die gewünschte Volumenreduktion tatsächlich eintritt. Häufig kommt es in der Anfangsphase auch zu einer Luftansammlung im Brustraum (Pneumothorax), die überwacht werden muss.
Chirurgische Lungenvolumenreduktion – dauerhaft wirksam und sicher
Für viele Patientinnen und Patienten ist die operative Lungenvolumenreduktion (LVRS) eine gleichwertige oder sogar bessere Behandlungsoption. Hierbei werden die am stärksten zerstörten und überblähten Lungenabschnitte in einer schonenden, minimal-invasiven Operation entfernt. Durch die Entfernung dieser „leeren“ Blasen entsteht wieder Raum für das gesunde Lungengewebe. Das Zwerchfell kann sich freier bewegen, und das Herz wird entlastet – die Atmung wird spürbar ruhiger und tiefer.
Die Operation erfolgt in Vollnarkose, über kleine Schnitte mit Hilfe einer Kamera. Dank moderner Technik ist der Eingriff heute wesentlich sicherer als früher. Nach der Operation können die meisten Betroffenen schon nach kurzer Zeit wieder selbstständig atmen und sich bewegen. In der Regel bessert sich die Atemnot deutlich, und die körperliche Belastbarkeit nimmt zu.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation ist eine gute Vorbereitung: Rauchstopp, Teilnahme an einem Lungenrehabilitationsprogramm, gezieltes Muskeltraining und eine stabile Herz-Kreislauf-Situation. Auch nach dem Eingriff ist eine enge Nachbetreuung wichtig, um Komplikationen wie Luftleckagen oder Entzündungen frühzeitig zu erkennen.
Langzeituntersuchungen zeigen, dass der positive Effekt einer LVRS meist mehrere Jahre anhält. Viele Patientinnen und Patienten berichten über eine erhebliche Erleichterung beim Atmen und eine spürbar höhere Lebensqualität.
Fazit
Die operative Lungenvolumenreduktion ist heute eine etablierte und wirksame Methode, um die Atemfunktion bei fortgeschrittener Überblähung der Lunge zu verbessern. Sie bietet häufig einen deutlicheren und länger anhaltenden Nutzen als rein endoskopische Verfahren. In einem persönlichen Gespräch können wir gemeinsam prüfen, ob diese Behandlung für Sie in Frage kommt – damit das Atmen wieder leichter wird und der Alltag mehr Lebensfreude bringt.
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